Eine Chance für Tante Emma

Von: Redaktion
Am: 06.10.2004  13:54:49

„Überall, wo eine Baulücke ist, bekommen wir Anfragen von Discountern auf den Tisch und müssen sie meist genehmigen. Auch wenn wir genau wissen, dass eine Ansiedlung hier stadtplanerischer Unsinn ist und Geschäfte in der Umgegend kaputt macht“, sagt Andreas Wurff, Leiter des Stadtplanungsamtes. Deshalb plant die Stadt eine Satzung, in der sie für jeden Ortsteil festlegt, in welchen Lagen solche Neuansiedlungen noch erwünscht und wo sie nicht mehr möglich sind. Andreas Wurff: „Wir sind gegen die Märkte an den falschen Stellen.“ Das Problem sei auch weniger der Lebensmittelbereich, sondern der zunehmende Non-Food-Anteil der Discounter. Darunter haben der Schreibwarenladen um die Ecke, der Zeitungs- und Tabakladen, der Spielwarenhändler... zu leiden: kleine Läden, die einen Stadtteil lebendig und auch als Wohnlage attraktiv machen.
Bisher hat die Stadt nur wenig rechtliche Handhabe, unerwünschten Ansiedlungsvorhaben entgegen zu treten. Erst wenn die Verkaufsfläche über 700 qm liegt, treten verschärfte Bestimmungen des Baugesetzes in Kraft.

Sollte die Stadt hier stärker eingreifen oder sich lieber heraushalten? Was meinen Sie?





Zugehörige Beiträge:

Eine Chance für Tante Emma
    abc   (22.10.04)
    Richtig   (15.02.05)